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Geschichte der Kirchgemeinde | Drucken |  E-Mail

Kurz vor der Reformation im Jahre 1526 löste sich die Kapelle in Birr von der Urpfarrei in Windisch und es entstand im Birrfeld eine eigenständige reformierte Pfarrkirche. 1528 wurde die faktisch schon existierende Kirchgemeinde juristisch anerkannt. Aber erst 60 Jahre später, 1586, wurde der erste gemeindeeigene Pfarrer eingesetzt. Seither wirken in ununterbrochener Reihenfolge reformierte Pfarrer im Birrfeld, wovon der jetzige Pfarrer, Jürg Luchsinger, der 26. ist.
Seit 1968 existiert in der Kirchgemeinde ein zweites Pfarramt in Schinznach-Bad. Diese wird heute durch Pfarrer Michael Ziegler besetzt.

Die Geschichte der Kirchgemeinde Birr isr eng mit Heinrich Pestalozzi, dem grossen Erzieher und Menschenfreund, verbunden. Heinrich Pestalozzi wirkte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Birr auf dem Neuhof. Sein Grab liegt an der Mauer des Pestalozzischulhauses, welches direkt neben der Kirche Birr steht.
In der Kirchmauer eingebaut befindet sich die Gedenktafel und das Grab von Arata Osada dem japanischen Pädagogen aus Hiroschima, welcher ein Verehrer Pestalozzis war und der die Gedanken und Ideen von Pestalozzi in Japan mit grossem Erfolg publik machte.
Im Chilehof findet man neben einer Gedenktafel für Anna Pestalozzi auch eine Denkmal (es stellt die geflügelte Viktoria dar) für die in Schinznach-Bad verstorbenen Bourbaki-Soldaten aus dem Deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Der französische Staat stiftete das Denkmal, der Elsässer Bildhauer Frédéric Auguste Bartholdi erstellte es 1899. Bartholdi erbaute übrigens auch den recht bekannten Löwen von Belfort und die jedermann bekannte Freiheitsstatue in New York.

Heute gehören zur Reformierten Kirchgemeinde Birr die politischen Gemeinden Birr, Birrhard, Brunegg, Lupfig, Scherz, Schinznach-Bad. Sie umfasst ca. 3300 Mitglieder, wovon ca. 2700 stimmberechtigt sind.

(Zur Geschichte der Kirche Birr).
(Zeittafel zur Geschichte der Kirchgemeinde Birr)